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Als "ganz besonderen Tag" in der Firmengeschichte Hyundais
bezeichnete Hansjörg Mayr, Geschäftsführer der Hyundai Import
Gesellschaft, den letzten Freitag: An diesem 26. Februar
2010 präsentierte man den heimischen Motorjournalisten den
brandneuen ix35. Ein Fahrzeug, das die Erfolgsgeschichte seines
Vorgängers Tucson fortschreiben soll.
Die Latte liegt für den ix35 dabei recht hoch: Schließlich war
der Tucson jahrelang einer der SUV-Topseller am
heimischen Markt: insgesamt wurden hierzulande nicht weniger als
12.425 Fahrzeuge verkauft. Mayr hat noch weitere
berechtigte Gründe, sich zu freuen: Seit 1992 ist man jetzt in
Österreich vertreten, seitdem wurden nicht weniger als
100.000 Hyundais in Österreich verkauft. Und: Im Jänner 2010
war man in Österreich zum ersten Mal in der Firmengeschichte der
Topseller aller asiatischen Marken - noch vor Toyota und
Mazda.
Der auf der Vienna Autoshow im Jänner zum ersten Mal der
Öffentlichkeit präsentierte ix35 wir wohl dazu beitragen, dass
man auch Ende des Jahres strahlende Gesichter bei Hyundai
Österreich sieht: Man erwartet sich, dass sich nicht weniger als
2.000 Österreicher für das neue Crossover-Modell
entscheiden.
Im Anschluss an die Pressekonferenz haben wir uns natürlich
einen Wagen geborgt und versucht, ihn vorsichtig an seine neue
Heimat zu gewöhnen: Wir haben ihm einige Straßen und Feldwege im
schönen Wienerwald gezeigt.
Die ersten Eindrücke waren ungemein positiv: Außen
gefällt der mittelgroße Crossover mit seinem "Fluidic
Sculpture Design", wie Hyundai das nennt: Eine Mischung aus
fließenden, fast weichen und straffen, nach vorne gerichteten
Linien. Optisch am markantesten ist der Hexagonal-Grill.
Noch positiver der Eindruck vom Innenraum: Großzügige
Platzverhältnisse für alle Passagiere, eine hochwertige
Materialanmutung, ein topmodernes, überaus flach geneigtes
Armaturenbrett, ausgezeichnete Ergonomie. Alle Bedienelemente an
dem Platz, an dem man sie vermutet, gutes Gestühl.
Wir starten den 2 Liter großen Common Rail Diesel, in
unserem Testauto ist er mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe
kombiniert und leistet 136 PS. Alternativ gäbe es auch
noch einen 184 PS starken Diesel, der auch mit einer
6-gängigen Automatik geordert werden kann. Und einen 163 PS
starken Benziner. Nächste gelungene Überraschung: Die
Geräuschdämmung im Innenraum ist so gut, dass das
Verbrennungsgeräusch kaum nach innen dringt. Der ix35
beschleunigt beeindruckend und sprintet erstaunlich
leichtfüßig die Landstraße hinauf. Die ersten Kurven und
Kehren attestieren dem Wagen eine gute, sehr neutrale
Straßenlage und eine knackig direkte Lenkung, die fast
PKW-Manieren aufweist.
Ein massiver Platzregen steigert unseren Appetit, dem Wagen auch
seine weitere Bestimmung zu zeigen: Nämlich auch abseits befestigter
Straßen das Fortkommen bei entsprechender Sicherheit
zu gewährleisten - auf buckeligen Feldwegen zum Beispiel, die
der Regen zu seifigen Rutschpisten gemacht hat. Hier gefällt uns
der permanente Allradantrieb auf Anhieb mit seiner Art, wie er
blitzschnell und fast unmerklich das Drehmoment zu den Rädern
bringt, die es gerade benötigen. "Torque on demand" at its
best ... Als der böse Feldweg dann urplötzlich vor einem
Gestrüpp endet und die einzige Wendemöglichkeit ein Kurzausflug
in unkultivierte Landschaft ist, muss der ix35 letztlich auch
noch echte Geländekompetenz zeigen. Und auch das macht er recht
gut, hebt dank einer für ein Crossover-Fahrzeug passablen
Verschränkung erst spät ein Beinchen, verliert dank des
Allradantriebes dabei aber nie die Traktion.
Eventuell hier mitlesenden Umweltaktivisten teilen wir mit, dass
wir bei der Aktion kaum ein Grashälmchen geknickt haben.
Und sagen gleich dazu, dass Hyundai mit nicht ganz
unberechtigtem Stolz auf einen Spritkonsum von nur 5,5 Litern
verweist, mit dem ein 2WD-ix35 zu bewegen ist. Selbst der starke
Diesel mit Automatik und Allrad gönnt sich nur 7,2 Liter
Sprudel pro 100 Kilometer.
Ziemlich grün also, der ix35.
Nicht nur der Lack unseres Testwagens.
Interessant ist übrigens auch die Preispolitik von
Hyundai. Ein ix35 mit Benzinmotor und Frontantrieb startet bei
wirklich attraktiven 23.990 Euro. Für den Diesel
verlangt man einen Aufpreis von 2000 Euro, ebenso für den
Allradantrieb. Transparenter und einfacher geht's kaum.
5 Jahre Garantie sind immer dabei - ohne Aufpreis.
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