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Ziemlich grün:
Erste Kilometer im Hyundai ix35
Ein Ausflug in den Wienerwald ...
05.03.2010
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Als "ganz besonderen Tag" in der Firmengeschichte Hyundais bezeichnete Hansjörg Mayr, Geschäftsführer der Hyundai Import Gesellschaft, den letzten Freitag: An diesem 26. Februar 2010 präsentierte man den heimischen Motorjournalisten den brandneuen ix35. Ein Fahrzeug, das die Erfolgsgeschichte seines Vorgängers Tucson fortschreiben soll.

Die Latte liegt für den ix35 dabei recht hoch: Schließlich war der Tucson jahrelang einer der SUV-Topseller am heimischen Markt: insgesamt wurden hierzulande nicht weniger als 12.425 Fahrzeuge verkauft. Mayr hat noch weitere berechtigte Gründe, sich zu freuen: Seit 1992 ist man jetzt in Österreich vertreten, seitdem wurden nicht weniger als 100.000 Hyundais in Österreich verkauft. Und: Im Jänner 2010 war man in Österreich zum ersten Mal in der Firmengeschichte der Topseller aller asiatischen Marken - noch vor Toyota und Mazda.

Der auf der Vienna Autoshow im Jänner zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentierte ix35 wir wohl dazu beitragen, dass man auch Ende des Jahres strahlende Gesichter bei Hyundai Österreich sieht: Man erwartet sich, dass sich nicht weniger als 2.000 Österreicher für das neue Crossover-Modell entscheiden.

Im Anschluss an die Pressekonferenz haben wir uns natürlich einen Wagen geborgt und versucht, ihn vorsichtig an seine neue Heimat zu gewöhnen: Wir haben ihm einige Straßen und Feldwege im schönen Wienerwald gezeigt.

Die ersten Eindrücke waren ungemein positiv: Außen gefällt der mittelgroße Crossover mit seinem "Fluidic Sculpture Design", wie Hyundai das nennt: Eine Mischung aus fließenden, fast weichen und straffen, nach vorne gerichteten Linien. Optisch am markantesten ist der Hexagonal-Grill.

Noch positiver der Eindruck vom Innenraum: Großzügige Platzverhältnisse für alle Passagiere, eine hochwertige Materialanmutung, ein topmodernes, überaus flach geneigtes Armaturenbrett, ausgezeichnete Ergonomie. Alle Bedienelemente an dem Platz, an dem man sie vermutet, gutes Gestühl.

Wir starten den 2 Liter großen Common Rail Diesel, in unserem Testauto ist er mit einem 6-Gang-Schaltgetriebe kombiniert und leistet 136 PS. Alternativ gäbe es auch noch einen 184 PS starken Diesel, der auch mit einer 6-gängigen Automatik geordert werden kann. Und einen 163 PS starken Benziner. Nächste gelungene Überraschung: Die Geräuschdämmung im Innenraum ist so gut, dass das Verbrennungsgeräusch kaum nach innen dringt. Der ix35 beschleunigt beeindruckend und sprintet erstaunlich leichtfüßig die Landstraße hinauf. Die ersten Kurven und Kehren attestieren dem Wagen eine gute, sehr neutrale Straßenlage und eine knackig direkte Lenkung, die fast PKW-Manieren aufweist.

Ein massiver Platzregen steigert unseren Appetit, dem Wagen auch seine weitere Bestimmung zu zeigen: Nämlich auch abseits befestigter Straßen das  Fortkommen bei entsprechender Sicherheit zu gewährleisten - auf buckeligen Feldwegen zum Beispiel, die der Regen zu seifigen Rutschpisten gemacht hat. Hier gefällt uns der permanente Allradantrieb auf Anhieb mit seiner Art, wie er blitzschnell und fast unmerklich das Drehmoment zu den Rädern bringt, die es gerade benötigen. "Torque on demand" at its best ... Als der böse Feldweg dann urplötzlich vor einem Gestrüpp endet und die einzige Wendemöglichkeit ein Kurzausflug in unkultivierte Landschaft ist, muss der ix35 letztlich auch noch echte Geländekompetenz zeigen. Und auch das macht er recht gut, hebt dank einer für ein Crossover-Fahrzeug passablen Verschränkung erst spät ein Beinchen, verliert dank des Allradantriebes dabei aber nie die Traktion.

Eventuell hier mitlesenden Umweltaktivisten teilen wir mit, dass wir bei der Aktion kaum ein Grashälmchen geknickt haben. Und sagen gleich dazu, dass Hyundai mit nicht ganz unberechtigtem Stolz auf einen Spritkonsum von nur 5,5 Litern verweist, mit dem ein 2WD-ix35 zu bewegen ist. Selbst der starke Diesel mit Automatik und Allrad gönnt sich nur 7,2 Liter Sprudel pro 100 Kilometer.

Ziemlich grün also, der ix35. Nicht nur der Lack unseres Testwagens.

Interessant ist übrigens auch die Preispolitik von Hyundai. Ein ix35 mit Benzinmotor und Frontantrieb startet bei wirklich attraktiven 23.990 Euro. Für den Diesel verlangt man einen Aufpreis von 2000 Euro, ebenso für den Allradantrieb. Transparenter und einfacher geht's kaum.  5 Jahre Garantie sind immer dabei - ohne Aufpreis.


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Hyundai ix35

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Hyundai ix35
Text und Fotos: gelaendewagen.at
Hyundai ix35
 

gelaendewagen.at Test Nr. 86



 
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