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Mercedes ML Hybrid: Speziell für den US-Markt
Mercedes-Benz präsentiert den ML 450 Hybrid mit einem "Two Mode" Hybridsystem: Je nach Situation fährt der Wagen rein elektrisch oder ausschließlich mit Verbrennungsmotor - oder er kombiniert beide Antriebsarten.

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20.04.2009

Dank dieser Technologie verfügt der ML 450 Hybrid über Leistungsdaten, die auf dem Niveau eines klassischen Achtzylinder-SUV mit permanentem Allradantrieb liegen - Verbrauch und Emissionen liegen aber um bis zu 60 Prozent darunter.

 Mit der Einstufung als "SULEV" ("Super Ultra Low Emission Vehicle") erfüllt das SUV die zurzeit strengste US-amerikanische Abgasnorm für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Gleichzeitig erreicht es eine Systemleistung von insgesamt 340 PS und ein Gesamtdrehmoment von 517 Newtonmeter. Die Antriebssteuerung läuft vollautomatisch, das Hybridsystem erfordert keinen zusätzlichen Bedienaufwand - so kann sich der Fahrer auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren. Die Funktionalität des permanenten Allradantriebes 4MATIC bleibt ebenfalls vollständig erhalten.

Mercedesl ML450 Hybrid

Im ML 450 Hybrid werden ein V6 Benzinmotoren und zwei Permanentmagnetmotoren miteinander in Einklang gebracht: Der 3,5 Liter-V6 wurde nach dem "Atkinson-Prozess" optimiert und bietet bei einer Leistung von 279 PS ein maximales Drehmoment von 350 Newtonmetern. Beim Atkinson-Prinzip ist die Expansionsphase länger als die Verdichtungsphase. Dabei wird das Einlassventil zwischen Ansaugen und Verdichten kurzfristig länger offen gehalten. Dies erhöht den thermischen Wirkungsgrad des Motors, gleichzeitig sinken der spezifische Kraftstoffverbrauch und die Rohemissionen. Bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen kommt dieses Verfahren nicht zum Einsatz, weil Atkinson-Motoren ein geringeres Drehmoment im unteren Drehzahlbereich und damit ein schlechteres Ansprechverhalten besonders im unteren Drehzahlbereich bieten. Beim ML 450 Hybrid wird dieser Nachteil durch den Einsatz der Elektromotoren beim normalen Anfahren, Beschleunigen oder Boosten kompensiert.

Die elektrische Energie wird in einer kompakten, flüssigkeitsgekühlten Hochvoltbatterie auf Nickelmetallhydrid-Basis gespeichert. Ein Batteriemanagement überwacht und steuert die unterschiedlichen Ladungsflüsse beim elektrisch Fahren, Boosten oder Rekuperieren und sorgt für einen stabilen Ladungszustand. Der Betrieb der beiden Permanentmagnetmotoren und die Steuerung des gesamten Bordnetzes erfordert eine komplexe Leistungselektronik, die im Motorraum untergebracht ist. Deren Abwärme wird zur Steigerung des Wirkungsgrades über einen separaten Kühlkreislauf abgeführt. Ein integriertes Auxiliary Power Module ermöglicht den Energieaustausch zwischen dem 288 Volt- und 12 Volt-Bordnetz.

Ein leistungsstarker Rechner steuert das Hybrid-System mit bis zu 50 Millionen Rechenoperationen in der Sekunde. Die elektronische Schaltzentrale errechnet den jeweils effizientesten Betriebsmodus 160 mal pro Sekunde und sorgt so für einen möglichst geringen Verbrauch.

Die Integration der Hybridtechnik beansprucht keinen zusätzlichen Bauraum, dadurch bleiben Komfort und Funktionalität des Wagens erhalten.

Der ML 450 ist für den Einsatz in den vereinigten Staaten vorgesehen. Über eine Einführung des Modells in Europa liegen derzeit noch keine Informationen vor.

Foto: Mercedes



 
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