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Der Pretul - Höhenstraße zwischen Joglland und Wildalpen
In Österreich gibt es nur wenige unbefestigte Strecken, die für Geländewagen interessant sind - und legal befahren werden dürfen. Wir wollen Ihnen solche Strecken vorstellen - und beginnen mit dem steirischen "Pretul". 
31.5.2003
Tour Ratten/Rettenegg - Rosseggerhaus 1585m – Ganzalmhütte 1320m - Hönigsberg.

Der Pretul wird im “Denzel - Großen Alpenstraßenführer Ausgabe 1985“ als Bergsträßchen mit einem Schwierigkeitsgrad 3-4 beschrieben. Da diese nicht-asphaltierte und oft publizierte Straße in der Umgebung von Wien ist, die offiziell noch befahren werden darf, fuhr sie gelaendewagen.at für Ihre Leser.

Am 6.April - nach dem gelaendewagen.at Erste Hilfe Kurs auf der steirischen Teichalm - versuchte die erste Gruppe („Michael“ - Range Rover, „Stefan_bst“ - Toyota LC90 und „Wolfgang“ - LR Discovery diese Straße zu befahren. Wir wurden an der Mautstelle, die sowohl von Ratten, als auch von Rettenegg leicht erreichbar ist, freundlich aber bestimmt zurückgewiesen: Über ein Meter Schnee läge bei der Roseggerhütte. Auf der Ausweichroute über den Pfaffensattel sah man erst die Schwierigkeiten, die uns erwartet hätten: Schweres Schneetreiben, 15cm Neuschnee und Kettenpflicht. Die 20-prozentige Steigung meisterten alle Wagen natürlich problemlos.

Am 17. Mai war es nun wieder einmal so weit: Nachdem eine zweite Gruppe („Odysseys“ LR Defender 90, „Dohle“ - LR Defender 90 und „Wolfgang“ - LR Discovery) in Pinggau die zur österreichische Rallye-Staatsmeisterschaft gehörende Bosch-Rallye besucht hatte, ging es über das „Joglland“ – Rohrbach, Waldbach, St. Jakob und über Kaltenegg nach Rettenegg. Anschließend ging es über asphaltierte Straßen zur Mautstelle auf 1170m Höhe ( N 47 Grad 31 min 49sec/ E 15 Grad 44 min 43 sec). Die freundliche Dame bei der Mautstelle verlangte pro Auto € 3,50 und der Schranken wurde geöffnet.

Die nun folgende feine Schotterstraße hinauf zum Rosseggerhaus ist perfekt ausgebessert und hat praktisch keine Schlaglöcher. Am Rosseggerhaus (ganzjährig bewirtschaftet) auf 1585m Höhe ( N 47 Grad 32 min 44 sec/ E 15Grad 44min 25sec) angelangt, hat man einen schönen Panoramablick über das oststeirische Joglland. Der besonders gut aufgelegte Hüttenwirt unterhält seine Gäste wirklich besonders: Farkas meinte schon: „Schau’n Sie sich das an“!!!

Nachdem wir uns in der Hütte gestärkt hatten, ging es hinunter in Richtung Hönigsberg. Dieser Weg ist durch ein Forststraßen – Verbotsschild gekennzeichnet, darf aber, wenn man den Hüttenwirt fragt, befahren werden. Diese Straße ist ein klassischer Karrenweg und nicht mehr so perfekt ausgebessert wie der Anstieg. Das schöne Panorama zu den Veitscher Alpen und den Wildalpen ist wirklich sehenswert!

Angekommen bei der Ganzalmhütte (diese ist nur vom April bis November bewirtschaftet) 1320m Höhe (N 47 Grad 33 min 55 sec/ E 15Grad 42 min 10 sec) versperrte wieder ein Schranken den Weg. Den Schlüssel zu diesem Schranken muss man sich vom Hüttenwirt der Ganzalmhütte (100 m Fußmarsch!) holen. Man bekommt ihn aber nur, wenn man wieder pro Auto € 4,-- bezahlt ... Der nun folgende Abstieg nach Hönigsberg ist zur Hälfte ein Waldweg und der letzte Teil eine asphaltierte Straße, die direkt zu einer Anschlussstelle der S6 führt. 

FAZIT: Wer gewillt ist, € 7,50 auszugeben, fährt legal eine wunderschöne Höhenstraße, die für einen Familienausflug ideal geeignet ist.
 

 
 
 
 
 
Text und Fotos: Wolfgang Helscher


 
(c) allradnews.at & gelaendewagen.at